Fratzendubel/ Musikvideo/ 2006

Fratzendubel
Musikvideo
D 2006

Konzeption und Umsetzung Andrè Hein und Bilderwilderer

Das Musikvideo Fratzendubel basiert auf dem Lied „Hugendubel“ aus dem Album „Wuzzelbud KK“ von Robag Whrume.

Am Anfang der Arbeit stand die Idee, wie Musik deutlich visualisiert werden kann. Musik wird mit dem ganzen Körper wahrgenommen. Musik wird gehört, aber auch gefühlt. Die Bässe oder vielmehr die Schallwellen der Bässe, besonders bei elektronischer Musik, werden über den gesamten Körper auf- und wahrgenommen. 
Was macht die Musik mit dem Menschen, wenn er sie hört und fühlt? 
Sie verleitet den Menschen zum Fühlen, zum Tanzen, zum Swingen – oder zum Ausrasten. Die Idee war auch, den Menschen zur Darstellung von Musik zu benutzen, jedoch ohne zu einem Tanzvideo oder Performance Video werden. Um aus dem klassischen (vllt besser: bekannten?) Rahmen wie-Menschen-Musik-darstellen auszubrechen, entstand das folgende Konzept: 
das zu Grunde liegende Musikstück wurde mittels einer Zeitleiste in seine einzelnen Bestandteile zerlegt, also in alle Töne und Geräusche, die in diesem Musikstück vorkommen. D.h. jeder Ton, jedes Geräusch wurde so, wie es in dem Musikstück vorkommt, in einer Zeitleiste eingeordnet, woraufhin diese analysiert und alle Töne und Geräusche sortiert wurden. Diesen Einzelgeschehnissen wurden wiederum jeweils eine Fratze, Mimik oder ein Gesichtsausdruck zugeordnet. Die Gesichtsausdrücke wurden dabei nicht beliebig gewählt, sondern unter Beachtung, dass der jeweilige Ton mit dem Mund „gemacht“ wird und die Dramaturgie von Bild und Ton übereinstimmen. Die Fratzen, Mimiken und Gesichtsausdrücke wurden im Studio abgefilmt. Abschließend wurden wieder anhand der Zeitleiste die Filmschnipsel in einem Schnittprogramm zusammengefügt und auf die Musik getrimmt.

Beitrag bei den Hafenlichtspielen 2006 in Düsseldorf
Online auf der Internetseite des DJ Kollektiv Wighnomy Brothers